Ein übermäßiger Eisenmangel im Körper kann Haarausfall begünstigen, nie jedoch der einzige Grund für diesen sein. Um einen Mangel an Eisen feststellen zu können, muss man zuerst einen Bluttest beim Hausarzt machen. Dieser kann dann an dem sogenannten Ferritinwert feststellen, ob wirklich eine Mangelerscheinung vorliegt. Dieser Wert sollte normalerweise bei durchschnittlich über 40 Mikrogramm pro Liter liegen, Frauen mit Haarverlust weisen oft einen Wert von unter 15 Mikrogramm pro Liter auf.

Vorgang im Körper

Für die Bildung und das Wachstum der Haare ist Eisen von entscheidender Bedeutung. Ohne ausreichende Zufuhr werden die Haare dünner oder fallen sogar ganz aus, oft diffus über den gesamten Kopf verteilt. Darüber hinaus verändert sich auch die Struktur der Haare, sie wirken trocken, stumpf oder regelrecht strohig.

Grundsätzlich tritt ein durch Eisenmangel verstärkter Haarausfall eher bei Frauen und Kindern auf, Männer sind davon nicht so häufig betroffen. Der Körper hat sich im Laufe der Evolution angewöhnt, bei besonderen Umständen wie zum Beispiel Kälte das Blut aus den Armen und Beinen abzuziehen und verstärkt die lebenswichtigen inneren Organe zu versorgen. Das gleiche gilt für die Eisenversorgung im Körper. Da mit diesem Mineral die roten Blutkörperchen gebildet werden und somit die Versorgung der Organe mit Sauerstoff sichergestellt wird, werden im Umkehrschluss zum Beispiel die Haarwurzeln weniger mit Eisen versorgt und somit auch deren Wachstum beeinträchtigt. Das gleiche gilt auch für die Nägel, diese können bei Unterversorgung mit Eisen ebenfalls brüchig werden.

Ausreichende Ernährung und besondere Umstände

Grundsätzlich sollte man stets auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Damit kann man am ehesten sicherstellen, dass man dem eigenen Körper ausreichend Eisen zur Verfügung stellt. Es gibt natürlich aber auch immer Ausnahmesituationen beziehungsweise besondere gesundheitliche oder persönliche Umstände, bei denen trotz einer eigentlich ausgewogenen Ernährung trotzdem Mangelzustände- und Erscheinungen auftreten können.

Dazu gehören zum Beispiel die Genesung nach einer schweren Operation, die Menstruation oder besonders intensive sportliche Aktivitäten. Darüber hinaus kann auch eine vegetarische bzw. vegane Ernährung, eine Schwangerschaft oder Stillzeit und permanenter Stress sowie natürlich auch die Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen ebenfalls zu Mangelerscheinungen führen.

Symptome Eisenmangel

Zu den Symptomen, die auf einen Eisenmangel hindeuten, gehören brüchige Nägel, rissige Haut (z.B. bei den Lippen), allgemeine Müdigkeit und Konzentrationsschwächen, dauerhafte Kopfschmerzen und natürlich der Haarausfall selber.

Therapiemöglichkeiten

Zum Glück ist ein Mangel an Eisen relativ einfach wieder auszugleichen, der damit verbundene Haarausfall kann verlangsamt werden bzw. ganz gestoppt werden. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man diesem mindestens über einen mehrwöchigen Zeitraum durch eine bessere Ernährung und/oder die zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten aktiv entgegenwirkt. Eisentabletten zum Beispiel brauchen mindestens drei Wochen, bis der Mangelzustand im Körper ausgeglichen ist. Ganz wichtig ist hierbei, dass eine Überdosierung von Eisen im Körper vermieden wird. Es empfiehlt sich daher, vor der Einnahme von entsprechenden Präparaten Rücksprache mit dem Hausarzt oder einem Heilpraktiker zu halten.

Wenn man über den Weg einer besseren Ernährung den Mangel an Eisen ausgleichen möchte, so empfiehlt es sich zum Beispiel bewusst Fisch und Fleisch von hoher Qualität in den Speiseplan zu integrieren. Darüber hinaus gibt es auch noch Wirkstoffe wie Bockshornklee oder Spirulina, die sich ebenfalls positiv auf den Körper auswirken können.Wenn Sie mehr zu diesem Thema Eisenmangel und Haarausfall generell erfahren möchten, dann finden Sie auf unserer Hauptseite noch weitere Informationen.

Haargesundheit